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Sanierung der Felsenkeller

Förderung der Biodiversität der Fledermäuse im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet;
Projekt 215 - "Sanierung von 11 Felsenkellern in der Kellergasse"

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) über das "Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Freistaat Bayern - Tschechische Republik Ziel ETZ 2014 - 2020".



Projektbeschreibung

Gemeinsam mit unseren tschechischen Partnern von Schloss Königswart und Burg/Schloss Bečov ist es der Stadt Wunsiedel in enger Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Wunsiedel i. Fichtelgebirge gelungen, eine Förderung durch die Europäischen Union zum Erhalt der Fledermausfauna im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet zu erhalten.

Die Projektgebiete sind der Katharinenberg mit 25 ha und 11 Felsenkellern auf bayerischer, der Landschaftspark Schloss Königswart mit 247 ha und einem Keller, sowie die Parkanlage von Burg und Schloss Petschau mit 1,7 ha auf böhmischer Seite. In Tschechien liegen die Schwerpunkte auf dem Erhalt und der Sanierung des Baumbestandes von 415 alten Bäumen (Fledermausquartieren), der Neupflanzung von über 100 Bäumen, die Anlage von Gehölzflächen, die Wiederherstellung artenreicher Wiesen und die Sanierung eines Kellers. In Bayern liegen die Schwerpunkte beim Erhalt von 11 städtischen Kellern, sowie die Erhöhung des Quartierangebotes auf dem Katharinenberg. Neben den Sanierungsmaßnahmen sind gemeinsame Kartierungen der Fledermausbestände und Öffentlichkeitsarbeit in allen drei Projektgebieten geplant.

Es gilt die verschiedenen Lebensräume (Jagdgebiete und Sommerquartiere in den Parkanlagen und die Winterquartiere in den Felsenkellern) auf beiden Seiten langfristig zu erhalten. Im Projekt wurde der Schwerpunkt auf Fledermausarten gelegt, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im Sommer in Bayern haben, ihre Winterquartiere aber westlich und östlich des Landkreises liegen. Umgekehrt gilt dies für die Fledermausarten in Tschechien.

Die Stadt Wunsiedel hat gemeinsam mit der unteren Naturschutzbehörde und den tschechischen Partnern ein Grenzübergreifendes Fledermausprojekt zur „Förderung der Biodiversität der Fledermäuse im bayerisch böhmischen Grenzgebiet“ mit einem Gesamtbudget von 935.000 € erarbeitet.

Die Projektleitung liegt bei der Stadt Wunsiedel (Leadpartner) in enger Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge (Partner) und dem nationalen Denkmalamt Prag (Partner). Unterstützt wird das Projekt durch die Assoziierten Partner, der Agentur für Natur- und Landschaftsschutz (LSG Verwaltung Kaiserwald), der tschechischen Gesellschaft für Fledermausschutz, dem Naturpark Fichtelgebirge und der Landesjagdschule Wunsiedel.

Gefördert wird das Projekt „Förderung der Biodiversität der Fledermäuse im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet“ durch den Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EF-RE), im Programm Ziel ETZ zwischen dem Freistaat Bayern – Tschechische Republik mit 85%.

Kellergasse Wunsiedel
Die Kellergasse am Katharinenberg ist die Größte Kellergasse in Bayern und mit der Plassenburg das größte von Menschenhand geschaffene Fledermauswinterquartier in Oberfranken. Die Kellergasse ist zudem als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalpflegeliste eingetra-gen.

Mit dem Bau der Bierkeller wurde 1832 begonnen. Im Juli 1834 gab es bereits 32 Kellerbesitzer. Grund für den „Bauboom“ war die Erfindung der untergärigen Biere (z.B. Pils) dass bei niedrigen Temperaturen hergestellt werden konnte. Auf der Bergseite liegen die tiefen Bierkeller und auf der gegenüberliegenden Seite die kurzen Kartoffelkeller, insgesamt 53 Keller. Mit der Erfindung der Kältemaschine 1876 endete die Bierkellertradition in ganz Franken, bis auf Wunsiedel. Mit der Auflösung der Kommunbrauerei endete 1918 nach 86 Jahren auch hier die Ära der Bierkeller in Wunsiedel. Bis in die 80er Jahre wurden die Keller als Rüben- und bis in die 90er noch als Kartoffelkeller genutzt, im Zweiten Weltkrieg auch als Luftschutzbunker.

In diesen jetzt 102 Jahren sind bauliche Maßnahmen zum Erhalt der Keller nur noch in wenigen Anlagen durchgeführt worden. Dementsprechend sind viele Keller in einem schlechten bis sehr schlechtem Zustand. Für jeden Keller liegt der Sanierungsbedarf zwischen 10.000- 45.000 Euro.

Im nun begonnenen EU- Projekt können leider nur die 11 Keller saniert werden, die sich im Besitz der Stadt Wunsiedel befinden. Mit den nun zur Verfügung stehenden Geldern der EU können diese Keller langfristig gesichert und damit erhalten werden.

Die untere Naturschutzbehörde ist auf der Suche nach weiteren ca. 500.000 € um wenn möglich 2022 weitere 14 Kelleranlagen sanieren zu können.

Projektziele

Projekt-Nr. / Číslo projektu: 215
Leadpartner / Vedoucí partner: Stadt Wunsiedel
Projektpartner / Projektoví partneřiLandratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge (Untere Denkmalschutzbehörde), Národní památkový ústav (Nationales Institut für Denkmäler)

Assoziierte Projektpartner / Asociovaní partneři, Naturpark Fichtelgebirge e. V., Landesjagdschule Bayern, Agentura ochrany prírody a krajiny Ceské republiky (Agentur für Natur- und Landschaftsschutz), Ceská spolecnost pro ochranu netopýru (Tschechische Gesellschaft für Fledermausschutz).

Das Hauptziel des Projektes ist die Stärkung der Biodiversität der Fledermäuse im gemeinsamen Projektgebiet durch den Erhalt und die Weiterentwicklung dreier historischer Parkanlagen und deren Umfeld als überregionale Lebensräume mit Sommer- und Winterquartieren für europäische bedrohte Fledermausarten. Ein Teil der Projektaktivitäten orientiert sich an der Erhaltung und Sanierung der alten Bäume (Sommerquartiere) in den Hofgärten in Bad Königswart und Petschau und im Bürgerpark Katharinenberg in Wunsiedel (Pflege der Altbäume, Neupflanzunen von Bäumen und Gehölzen, das Anbringen von Fledermauskästen). Im Rahmen des Projektes werden die Winterquartiere saniert (ehemaliger Brauereikeller im Schlossareal in Königswart und 11 Bierkeller in Wunsiedel). Weitere Projektinhalte sind z. B. das gemeinsame Fledermaus-Monitoring, Workshops, sowie Erstellen von Informationsmaterialien u. a. die veranschlagten Ausgaben liegen bei 935 000,- EUR (EU-Förderung 85 %).

Hlavním cílem projektu je posílení biodiverzity netopýrů ve společném území prostřednictvím zachování a dalšího rozvoje tří historických parků a jejich okolí jako nadregionálních životních prostorů s letními a zimními stanovišti evropských ohrožených druhů netopýrů. Část aktivit projektu je zaměřena na letní stanoviště zámeckých parků v Lázních Kynžvart a Bečově nad Teplou i části měšťanského parku Katharinenberg ve Wunsiedelu (péče o staré stromy, výsadba zeleně, instalace budek pro netopýry). V rámci projektu dojde i k sanaci zimovišť (bývalého pivovarského sklepa v zámeckém areálu Kynžvartu a 12 rozsáhlých sklepení ve Wunsiedelu). Součástí projektu jsou i další opatření, např. společný monitoring netopýrů, workshopy, vyhotovení informačních materiálů aj. Předpokládané celkové výdaje: 935 000,- EUR (dotace EU 85 %).

Impressionen

Projektparnter Bečov








Projektpartner Königswart