Erlebnisdorf Keltenpark

Ein neuer Anziehungspunkt für Familien, zusätzliche Gäste für die Stadt, Impulse für Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel sowie die nachhaltige Nachnutzung eines bereits zuvor genutzten Freizeitgeländes: Mit diesen Zielen hat der Wunsiedler Stadtrat die Einleitung der Bauleitplanung für den geplanten Keltenpark am Katharinenberg beschlossen.
Investor Ernst Aumer, der bereits drei Gebäude am Marktplatz saniert und den Kindergarten in der Hornschuchstraße gebaut hat, will mit dem Erlebnispark ein Erlebnis für Familien schaffen. Rund 50 Millionen Euro will er in Wunsiedel investieren. Geplant ist kein klassischer Freizeitpark mit Fahrgeschäften, sondern ein natur- und geschichtsnahes Erlebnisdorf, das zum Entdecken, Mitmachen und Verweilen einlädt. Das Angebot richtet sich an Familien, Tagesgäste und Urlauber und soll die Festspiel- und Energiestadt Wunsiedel um eine weitere touristische Attraktion ergänzen.
Bestehende Fläche erhält neue Perspektive
Ein besonderer Vorteil des Projekts liegt im Standort. Der Erlebnispark soll auf einem Areal entstehen, das sich bereits im Eigentum des Investors befindet, im Masterplan Katharinenberg bereits als Freizeitgelände bestimmt ist und über viele Jahre bereits für das Festival Collis Clamat genutzt wurde. Für die Umsetzung müssen daher keine bislang unberührten Naturflächen in Anspruch genommen werden. Stattdessen wird eine bereits für Freizeitnutzung erschlossene Fläche sinnvoll weiterentwickelt und langfristig aufgewertet.
Auch die Gestaltung folgt einem nachhaltigen Konzept. Wege und Platzflächen werden versickerungsfähig ausgeführt, sodass Niederschlagswasser auf natürliche Weise in den Boden gelangen kann. Das Gelände wird naturnah gestaltet und überwiegend mit organischen Materialien wie Holz und Naturstein ausgestattet. So fügt sich der Keltenpark harmonisch in seine Umgebung ein und verbindet Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und Naturerlebnis.
Ein Freizeitangebot mit regionalem Charakter
Grundlage der Planungen ist eine umfangreiche Konzeptstudie. Vorgesehen sind unter anderem ein Keltendorf mit historischen Handwerks- und Ausstellungsbereichen, ein großer Naturspielplatz, Adventure Golf, ein Indoor-Spielplatz, saisonale Veranstaltungen sowie vielfältige Spiel- und Mitmachangebote für Kinder und Familien. Die einzelnen Bausteine greifen ineinander und schaffen einen Ort, an dem Natur, Geschichte und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen. Ziel ist ein ganzjähriges Ausflugsziel, das Besucherinnen und Besucher aus der Region ebenso anspricht wie Gäste aus Bayern und darüber hinaus.
Mehr Wertschöpfung für Wunsiedel
Mit dem Erlebnispark verbindet die Stadt weit mehr als ein neues Freizeitangebot. Das Projekt soll dazu beitragen, dass Gäste – zusätzlich zu den bestehenden Anziehungspunkten wie Felsenlabyrinth oder Luisenburg-Festspiele - länger in Wunsiedel verweilen und die vielfältigen Angebote der Stadt nutzen. Das generiert Übernachtungen, die den Tourismusstandort weiter stärken.
Davon profitieren nicht nur der Erlebnispark selbst, sondern auch Gastronomiebetriebe, Hotels, Ferienwohnungen oder der Einzelhandel. Zusätzliche Besucherinnen und Besucher bedeuten mehr regionale Wertschöpfung und stärken die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Zudem entstehen zahlreiche Arbeitsplätze für Menschen aus der Region.
Bürgermeister Nicolas Lahovnik: „Eine Investition in die Zukunft Wunsiedels“
„Der Erlebnispark bietet die Chance, ein zusätzliches touristisches Angebot mit überregionaler Strahlkraft zu schaffen und Wunsiedel als Freizeit- und Tourismusstandort nachhaltig weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist dabei, dass wir keine neuen Flächen verbrauchen müssen, sondern ein bereits zuvor ähnlich genutztes Gelände sinnvoll neu beleben. Wenn Gäste länger in unserer Stadt bleiben, profitieren davon nicht nur der Park selbst, sondern auch unsere Gastronomie, unsere Beherbergungsbetriebe, der Einzelhandel und viele weitere Unternehmen. Mit der Einleitung der Bauleitplanung schaffen wir nun die Grundlage, dieses Projekt sorgfältig weiterzuentwickeln und alle notwendigen Aspekte im Rahmen eines geordneten Verfahrens zu prüfen.“
Bauleitplanung ist der nächste Schritt
Mit dem Beschluss des Stadtrates beginnt nun das gesetzlich vorgeschriebene Bauleitplanverfahren. In diesem werden die planungs-rechtlichen Voraussetzungen geschaffen und sämtliche fachlichen sowie umweltbezogenen Belange sorgfältig geprüft. Zudem werden die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange im weiteren Verfahren beteiligt. Die Einleitung der Bauleitplanung ist noch keine Entscheidung über die spätere Umsetzung des Projekts. Sie bildet vielmehr die Grundlage, um die Entwicklungsmöglichkeiten des Standorts umfassend zu prüfen und die Planungen geordnet voranzubringen.
Mit dem Erlebnispark am Katharinenberg verfolgt die Stadt Wunsiedel das Ziel, eine bereits erschlossene Fläche zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und neue Impulse für Tourismus, Wirtschaft und Lebensqualität zu schaffen. Das Projekt könnte damit zu einem weiteren wichtigen Baustein für die langfristige Entwicklung der Festspiel- und Energiestadt werden.
Häufig gestellte Fragen zur Bauleitplanung für das Freizeitgelände am Katharinenberg







