Festakt zur Ernennung als Nationales Naturmonument
Mit einem feierlichen Festakt ist das Luisenburg-Felsenlabyrinth Wunsiedel offiziell als Nationales Naturmonument gewürdigt worden. Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik, Naturschutz, Kultur und Tourismus kamen auf der Luisenburg zusammen, um die bundesweit bedeutende Auszeichnung für das einzigartige Granit-Felsenmeer zu feiern. Zwischen imposanten Granitformationen und den historischen Kulissen der Luisenburg wurde damit ein neues Kapitel in der Geschichte des Naturraums aufgeschlagen.
Bereits seit dem 1. Februar 2026 trägt das Luisenburg-Felsenlabyrinth Wunsiedel den Titel „Nationales Naturmonument“, als erst zweites Gebiet in Bayern neben der Weltenburger Enge. Mit der Ernennung wird die herausragende geologische, ökologische und kulturhistorische Bedeutung des europaweit einzigartigen Felsenlabyrinths dauerhaft geschützt und zugleich als Natur- und Bildungsstandort weiterentwickelt.
Den Auftakt des Festakts machte Wunsiedels Erster Bürgermeister Nicolas Lahovnik. In seiner Begrüßung betonte er die besondere Bedeutung der Auszeichnung für Stadt und Region:
„Die Ernennung unseres Luisenburg-Felsenlabyrinths zum Nationalen Naturmonument ist ein historischer Moment für Wunsiedel und das gesamte Fichtelgebirge. Mein besonderer Dank gilt Thorsten Glauber für seine Unterstützung und Begleitung des Projekts von Anfang an.“
Im Anschluss sprach Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber über die nationale Bedeutung des Schutzgebiets. Er hob hervor, dass Nationale Naturmonumente nur an Orte verliehen werden, die aufgrund ihrer Seltenheit, Schönheit und naturgeschichtlichen Bedeutung herausragen: „Das Luisenburg-Felsenlabyrinth ist mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Dieses neue Nationale Naturmonument ist ein echtes Naturjuwel für Bayern und Deutschland. Mein Dank gilt insbesondere Nicolas Lahovnik für seine Beharrlichkeit und seinen Einsatz, dieses Projekt mit großem Engagement voranzubringen.“
Im Rahmen des Festakts enthüllte Staatsminister Glauber anschließend das offizielle Schild des Nationalen Naturmonuments. Für die Bayerische Staatsregierung überbrachte anschließend Martin Schöffel in Vertretung von Ministerpräsident Markus Söder die Grüße des Freistaats Bayern. Er würdigte insbesondere die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen: „Die Auszeichnung ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieses einzigartigen Geotops für nachfolgende Generationen. Die Luisenburg verbindet Natur, Geschichte und regionale Identität in herausragender Weise.“
Zum Abschluss dankte Landrat Peter Berek allen Beteiligten, die die Ausweisung ermöglicht haben. Zugleich richtete er den Blick auf die gemeinsame Kraftanstrengung hinter dem Projekt: „Damit ein Projekt dieser Größenordnung gelingt, braucht es unzählige Rädchen, die ineinandergreifen.“
Mit der Ernennung zum Nationalen Naturmonument erhält das Gebiet einen der höchsten Schutzstatus im deutschen Naturschutzrecht. Das rund 87 Hektar große Areal umfasst das Große und Kleine Labyrinth sowie den Burgstein mit seinen wertvollen Wald- und Felslebensräumen. Ziel ist der dauerhafte Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten sowie der einzigartigen Granitformationen.
Gleichzeitig eröffnet die Auszeichnung neue Perspektiven für nachhaltigen Tourismus, Umweltbildung und Forschung. Geplant sind unter anderem ein neues Besucherzentrum am Fuß des Felsenlabyrinths, eine verbesserte Besucherlenkung sowie zusätzliche Bildungs- und Informationsangebote für Gäste und Schulklassen.
Bild zur Meldung: Die Ausweisung des Felsenlabyrinths zum Nationalen Naturmonument feierten (von links) Landrat Peter Berek, Wunsiedels Erster Bürgermeister Nicolas Lahovnik, Staatssekretär Martin Schöffel, Umweltminister Thorsten Glauber, Naturpark-Ranger Ronald Ledermüller und Naturpark-Geschäftsführerin Michaela Marth-Busch.

