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Ein Abend voller Geschichte, Stolz und Gemeinschaft Wunsiedel feiert bewegenden Auftakt ins Jubiläumsjahr

Wunsiedel, den 27.​02.​2026

Ein gut gefüllter Sitzungssaal und zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an den Bildschirmen machten die Festsitzung des Wunsiedler Stadtrats anlässlich des Jubiläumsjahrs, am Dienstag den 24. Februar zu einem vollen Erfolg. Rund 300 Interessierte verfolgten die Feier zusätzlich über die sozialen Medien im Livestream.

Erster Bürgermeister Nicolas Lahovnik eröffnete den Abend mit einer feierlichen Begrüßung und stellte dabei die Stadtrechtsurkunde in den Mittelpunkt seiner Worte.

„Diese Urkunde steht für den Beginn eines selbstbewussten Weges. Sie zeigt, dass Wunsiedel schon damals als Ort mit Zukunft gesehen wurde und sie erinnert uns heute daran, Verantwortung für die kommenden Generationen zu übernehmen.“

 

Sein besonderer Dank gilt Eva Beck, Leiterin für Kultur und Tourismusmarketing, die gemeinsam mit zahlreichen Ehrenamtlichen ein abwechslungsreiches und würdiges Jahresprogramm auf die Beine gestellt hat. Im Anschluss an die Begrüßung sorgten Schülerinnen und Schüler der Musikschule mit einem musikalischen Beitrag für einen stimmungsvollen Auftakt.

 

Der Höhepunkt des Abends war der Festvortrag von Dr. Adrian Roßner zur Entstehung und Entwicklung der Stadt Wunsiedel. In seiner gewohnt lebendigen und erzählerischen Art nahm er das Publikum mit auf eine Reise in die Zeit lange vor der Verleihung des Stadtrechts im Jahr 1326. Roßner zeigte, dass Wunsiedel schon zuvor eine wichtige Funktion erfüllte: als lokales Zentrum von Verwaltung, Handwerk und Handel. Mit humorvollen Anekdoten und überraschenden Alltagsbezügen machte Roßner deutlich, dass Stadtgeschichte zwar mit einer Urkunde beginnt, aber das Ergebnis vieler Generationen ist, die den Ort geprägt haben. Am Ende seines Vortrags richtete Roßner den Blick bewusst nach vorne. Geschichte, so seine zentrale Botschaft, sei nicht nur Erinnerung, sondern Grundlage für Zukunft. Er wünschte der Stadt, dass sie ihr Jubiläum nicht nur als Rückblick versteht, sondern als Auftrag, die eigene Identität zu kennen, daraus Selbstbewusstsein zu schöpfen und die kommenden Jahre ebenso aktiv zu gestalten wie die vergangenen Jahrhunderte.

 

Zum feierlichen Abschluss wurde unter großem Applaus die Jubiläumstorte zum 700-jährigen Bestehen angeschnitten. Zudem hatten die Gäste die besondere Gelegenheit, die Stadtrechtsurkunde im Original zu bestaunen. Die gelungene Veranstaltung markiert einen würdigen Auftakt für das Jubiläumsjahr und machte deutlich, wie groß das Interesse und die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt sind. Aktuelle Termine, Ergänzungen und weitere Veranstaltungen werden fortlaufend auf unserer städtischen Webseite veröffentlicht.

 

Bild zur Meldung: Erster Bürgermeister Nicolas Lahovnik (Bildmitte) beim Anschneiden der Torte anlässlich des 700-jährigen Stadtjubiläums gemeinsam mit Kulturbürgermeister Alexander Fuchs, Zweiten Bürgermeister Manfred Söllner, Generationenbürgermeisterin Carolin Kammerer, Staatssekretär Martin Schöffel, Dr. Adrian Roßner, Landrat Peter Berek, Ehrenbürger Dr. Peter Seißer und Ehrenringträgerin Johanne Arzberger.